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Ursulakirche

Ergersheim

Sie wurde um 1400 vom Deutschherrenorden erbaut.

Noch aus dem frühen 15. Jh. ist die ehemalige Ursula-Reliquien-Büste im Chorraum der Kirche. Ebenfalls aus dem 15. Jh. stammt ein geschnitztes Haupt Johannes des Täufers über der Tür zur Sakristei.

Der Altar wurde 1515 gefertigt. Geöffnet zeigt er die Anbetung der Weisen aus dem Morgenland, flankiert von Petrus mit dem Schlüssel und Blasius mit einer Kerze. Auf dem geschlossenen Altar ist außer einem Weihnachtsbild der Besuch Marias bei Elisabeth, der Mutter des Täufers dargestellt. Im unteren Bereich des Altars sind der Evangelist Johannes zu sehen, sowie Katharina und Elisabeth von Thüringen. Das Renaissance-Gesprenge kam um 1600 dazu, die Figur des guten Hirten ganz oben auf dem Altar noch später.

Der Altaraufbau an der Südwand stammt aus der Stephanuskapelle. Auf  ihm sind in der Mitte Maria mit dem Jesuskind dargestellt, an den Seiten Jodocus mit Pilgergewand und Krone  und der von Pfeilen durchbohrte Sebastian.

Bei der Kanzel aus dem Jahre 1603 handel es sich um ein frühes Werk des Bad Windsheimer Meisters Georg Brenck d. Ä. Es ist eine sogenannte „Mosekanzel“: Mose mit den Gebotstafeln steht für das Alte Testament. Er trägt das Neue Testament, das durch die geschnitzten Evangelisten-Figuren symbolisiert wird.

Der Taufstein wurde im Jahre 1604 geschaffen.

Die Emporen-Bemalung aus dem späten 17. Jahrhundert zeigt, beginnend über dem Taufstein, die Heilsgeschichte des Alten und des Neuen Testamentes, sowie die 12 Apostel.

Die farbigen Fenster kamen 1947-50 dazu, und die Figur des Christophorus im Jahre 1959. Im Zuge der großen Kirchenrenovierung in den Jahren 1985 bis 1989 wurde eine neue Orgel in den barocken Prospekt eingebaut.

Im Turm hängen fünf Glocken, von denen die Älteste im Jahr1481 gegossen wurde.


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