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Konzert-Höhepunkt in St. Gumbertus in Westheim

Zehnstimmig und im Doppelquartett


Vocalis und die Windsheimer Sänger und Spielleut’ treten gemeinsam unter Leitung von Gerhard Zelzer in der Westheimer St.-Gumbertus-Kirche auf. Foto: Gerhard Meierhöfer

Windsheimer Sänger und Spielleut‘ und Vocalis begeistern Publikum in St. Gumbertus

Zwei Chöre fanden sich in der schmucken St.-Gumbertus-Kirche ein, um gemeinsam Ausschnitte ihres Könnens zu bieten: Vocalis Ipsheim und die Bad Windsheimer Sänger und Spielleut’.

WESTHEIM – Eindrucksvoll schon der Beginn des Konzertabends: Gemessenen Schrittes bewegten sich die Akteure mit ihrem Leiter Gerhard Zelzer mit dem gesungenen Alta Trinita in den Altarraum der im barocken Ansbacher Markgrafenstil erbauten Kirche. Pfarrerin Melanie Caesar begrüßte das Publikum mit dem Hinweis, dass auf den nachmittäglichen Streuobsttag in Burgbernheim mit seinen leiblichen Genüssen nun mit dem Konzert Nahrung für Seele und Geist geboten werde.

Moderiert von Fritz Eckardt eröffneten die Windsheimer Sänger mit dem Psalm 100 „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ und ließen den Satz „Gott, den Herren, ehren“ von Daniel Pastorius folgen. Die fünf Frauen und drei Männer des Chores Vocalis Ipsheim kündigten ihre Beiträge im steten Wechsel an und begannen mit Felix Mendelssohn Bartholdys Kyrie Eleison und Anton Bruckners Locus iste. „Maria zu Limbach“ und Franz Schuberts Sanctus – vielen Chören bekannt – boten die Sänger, ehe die Ipsheimer die Russische Liturgie von Pjotr Tschaikowsky und „Panis Angelicus“, hier begleitete Christian Schöttle kongenial auf der Orgel, vorstellten.

 

Vorgeschmack auf Weihnachten

Das Frauenquintett der Gruppe Vocalis überraschte mit Felix Mendelssohn- Bartholdys „Hebe deine Augen auf“, ehe sich die Sänger dem Glogauer Liederbuch zuwandten und „In Feuers Hitz’“ und „Was frag’ ich viel nach Geld und Gut“ vorstellten. Tollite hostias von Camille Saint-Saëns bot einen kurzen Vorgeschmack auf die nahende Weihnachtszeit und auch das folgende Abendmahlslied „Let Us Break Bread Together“ passte gut in die Lokalität. Auch hier überzeugte Vocalis durch Mehrstimmigkeit und hervorragende Solistenstimmen.

„Die heiligste Dreifaltigkeit“ aus der Sammlung Ditfurth und das fränkische „Zufriedenheit“, beides bekannte Liedsätze der Windsheimer Sänger und Spielleut’ kontrastierten mit einem gewaltigen „Ave Maria“ beider Sängergruppen und mit „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ überzeugte ein achtstimmiger Satz vom großen Können aller Beteiligten. „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ war für die Männer Grund, sich zu einem Doppelquartett zu vereinigen.

Ihnen schloss sich der Organist Christian Schöttle mit zwei Sätzen aus Mozarts Kleiner Nachtmusik an. „Ich bete an die Macht der Liebe“ und „Die Nacht ist kommen“, damit erfreuten die Sänger, und mit dem Abendlied „Herr bleib bei uns“ und „The Long Day Closes“ führte Vocalis so langsam zum Ende, dem sich das gesungene Vater Unser und der Segen der Geistlichen anschlossen.

Dass beide Gruppen vereint gar zehnstimmig zu singen verstehen, bewiesen sie eindrucksvoll mit „Im schönsten Wiesengrunde“, einem Satz von Ellis W. Hawley. Die spürbare Freude aller Akteure am Gesang und Singen zog sich durch das gesamte Programm und beherrschte auch den Auszug aller mit dem dabei intonierten „Chi ci separerá“. GERHARD MEIERHÖFER