Aktuelles

Dekanat verabschiedet sich von Dekanin

Große Dankbarkeit und eine paar Tränen der Rührung und Freude

Ein letztes Mal in Windsheim auf der Kanzel: Gott ist Liebe

Auszug aus St. Kilian mit Stellvertreter des Regionalbischofs Dekan Michael Wehrwein

Ein Lächeln zum Abschied

Die Bauers (nicht verwandt) überreichen Geschenke: Pfarrer Günter für das Dekanat, Vertrauensmann Bernhard für die Kirchengemeinde

So bunt wird es so schnell nicht mehr

Muss sie denn von Windsa fort... Die Pfarrerinnen und Pfarrer verabschieden sich

Und zum Schluss: Marchret und Schorsch, zwei Windsheimer Originale (Fotos von www.foto-goetz.de)

Bad Windsheim. Unter großer Anteilnahme der Gemeinden und mit herzlichem Applaus wurde Gisela Bornowski am Sonntag, 2. Februar 2014, in der Kilianskirche verabschiedet. Über 11 Jahre leitete sie als Pfarrerin die Kirchengemeinde der Kurstadt und als Dekanin das Dekanat, das sich von Unteraltenbernheim bis Krautostheim, von Ipsheim bis Burgbernheim erstreckt.

"Es war ein großes Glück, dass wir Sie elf Jahre lang in Bad Windsheim haben durften", so brachte es der Landtagsabgeordnete Hans Herold in seinem Grußwort auf den Punkt und sprach damit vielen aus dem Herzen. Um das Glück kreisten auch die Gedanken, die Gisela Bornowski in ihrer Abschiedspredigt den Zuhörerinnen und Zuhörern mit auf den Weg gab: "Gott nahe zu sein ist mein Glück", so lautet die Jahreslosung aus dem Psalm 73. Sie habe sehr viel Glück empfangen in den vielfältigen Begegnungen der letzten Jahre, auch seien viele Projekte angestoßen worden und vieles gelungen, was man gemeinsam angepackt habe. Als Beispiel nannte sie unter anderem das KonfiCamp, das von den Gemeinden des Dekanats gemeinsam durchgeführt werde. Aber letztendlich sei es das Vertrauen auf Gott, das sei die Quelle des Glücks. Sich mit der Gemeinde auf den gemeinsamen Grund zu besinnen, das sei eine Freude gewesen und das wünsche Sie sich auch für den weiteren Weg.

Die Kantorei, der Posaunenchor und die Impuls-Band bildeten den festlichen musikalischen Rahmen des Gottesdienstes. Im Rahmen des Empfangs, der anschließend in der Aula des Georg-Wilhelm-Steller-Gymnasiums stattfand, traten noch weitere Chöre aus Lenkersheim und aus Burgbernheim auf. Da konnten die Pfarrerinnen und Pfarrer nicht zurückstehen und sangen: "Muss sie denn, muss sie denn bald aus Windsa gehen fort und wir, wir bleiben hier..."

Und viele, viele Hände waren zu schütteln, manche Träne wurde geweint. Vor allem, als das Duo Marchret und Schorsch (Susanne Schirmer und Gerhard Beck) auftrat, zwei ältere gebeugte Gemeindeglieder, die auf lustige Art die Bedenken formulierten, als vor elf Jahren auf einmal eine Frau das Dekanat übernommen habe. Und wie sich das Denken dann schnell gedreht habe und die Menschen sie gar nicht mehr loslassen wollten.

Ein traurig fröhlicher Abschied. Und auch der Stolz war unüberhörbar, dass die kommende Regionalbischöfin durch ihre Arbeit im Dekanat Bad Windsheim für die höhere Aufgabe vorbereitet wurde. Und so wünschten ihr und ihrer Familie alle Gottes reichen Segen:

"Möge ihr, möge ihr, das Lachen nie vergehn, das Lachen nie vergehn, in dem bischöflichen Amt.

Gott, der Herr, segne dich, lass dich wachsen und gedeihn, wachsen und gedeihn, gebe dir für alles Kraft."

(Wolfgang Brändlein nach der Melodie: Muss i denn ...)