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Eine unterschätzte Waffe: das gemeinsame Beten in einer globalisierten Welt

Der Sonntag Rogate, 9. Mai, lädt ein zum weltweiten Gebet, besonders für unsere Partnerschaft mit dem Kongo

Der Sonntag Rogate – zu Deutsch: Betet – fordert uns nicht nur zum Beten auf, sondern erinnert uns als Partnerschaftssonntag auch an die weltweite Verbundenheit aller Christinnen und Christen. Dabei denken wir im Dekanat Bad Windsheim an unsere Partnerschaft mit der Diözese Westkongo in der Evang. – Luth. Kirche des Kongo.

Pfarrerin Barbara Müller, die Partnerschaftsbeauftragte des Dekanats, hat für diesen Tag einen Gottesdienstentwurf erarbeitet, der unter dem Motto „Gott, schaffe Recht“ steht und die Kampagne von Denis Mukwege aufgreift:

Am 8. März wurde von einem Bündnis verschiedener Organisationen unter der Federführung vom Deutschen Institut für Ärztliche Mission eine Kongo-Kampagne gestartet. Sie hat zum Ziel, Vergewaltigung als Kriegswaffe stoppen. Diese Kampagne hat uns zum Gottesdienstthema „Gott, schaffe Recht“ inspiriert. Unser Gott ist kein gleichgültiger Gott, sondern ein mitleidender und erbarmender. Einer, der unsere Bitten hört.

Im Aufruf der Kongo-Kampagne heißt es: In der Demokratischen Republik Kongo (DRC) wird sexualisierte Gewalt gezielt als Kriegswaffe eingesetzt. Frauen und Kinder werden körperlich und seelisch verletzt und traumatisiert. Oft zum Zuschauen gezwungen, werden auch Männer und Familien durch die äußerste Grausamkeit demoralisiert. Der Zusammenhalt von Familien und Gesellschaft wird zerstört. Die Täter bleiben meist straflos. Die Gewalt im Kongo wird durch den Kampf um Rohstoffe und deren illegalen Abbau vorangetrieben. Rebellengruppen und Milizen verschaffen sich vor allem im rohstoffreichen Ostkongo Zugang zu den Minen mit Bodenschätzen und Kontrolle über die Gebiete. Diese Rohstoffe werden für die Produktion von Mobiltelefonen und Batterien auch für den deutschen Markt genutzt. Damit sind auch wir in der Verantwortung. …

Der Gynäkologe und Menschenrechtsaktivist Dr. Denis Mukwege behandelt seit 20 Jahren Frauen – Überlebende, die brutal vergewaltigt wurden. Für sein Engagement gegen sexualisierte Gewalt an Frauen erhielt er 2018 den Friedensnobelpreis. Mehr dazu unter dem Link https://mission-einewelt.de/kampagnen/kongo-kampagne/

und in dem Flyer: