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Ich glaube, hilf meinem Unglauben

Zweifel offen aussprechen und Glauben gewinnen

Der Zwölfbotenalter in der Bad Windsheimer Seekapelle ist eine Kopie des Werks von Tilman Riemenschneider. Der Künstler hatte ihn ursprünglich für St. Kilian gefertigt, aber seit dem Stadtbrand 1730 war er verschwunden. Erst um 1950 tauchte er in Heidelberg wieder auf und wurde als Zwölfbotenalter von Riemenschneider identifiziert.

Die Jahreslosung 2020 aus der Bibel (Markus 9,24) zwischen Zweifel und Vertrauen

Eine Entdeckung aus dem Zwölfbotenaltar hilft uns, die Jahreslosung für das Jahr 2020 zu verstehen. Die Kopie dieses Altars in der Seekapelle Bad Windsheim wird bestimmt von der mächtigen Christusfigur: Christus sendet als der auferstandene Herr und Weltenherrschers seine zwölf Boten in die Welt. Aber neben dem kraftvollen Erlöser erscheinen die Apostel in ihrem je eigenen Charakter, bes. Thomas.

Thomas wurde bekannt durch eine Geschichte im Johannesevangelium. Als der auferstandene Christus den Jüngern erscheint, ist er nicht in ihrer Mitte und will danach nicht glauben, was die anderem ihm erzählen. So geht er als der Zweifler in die Geschichte ein, was Tilman Riemenschneider unnachahmlich in sein Gesicht hineingeschnitzt hat.

Freilich muss er nicht der Zweifler bleiben. Niemand bleibt im Zweifel gefangen, der sich so offen und ehrlich Gott zuwendet. So erfährt es Thomas, so erlebt es der Vater des kranken Kindes: "Ich glaube, hilf meinem Unglauben." Das ist die Erfahrung der Menschen, die damals Jesus begegneten. Das ist die Erfahrung, die wir heute machen dürfen. Zweifel offen aussprechen und Vertrauen gewinnen.

 

In dieser PDF können Sie mehr über den Windsheimer Zwölfbotenaltar erfahren. Bitte klicken!