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Schritte aufeinander zu

Neuapostolische und evangelische Christen begegnen sich


v.l. Priester Hans-Joachim Kern, Pfarrer Jürgen Hofmann, Dekanin Karin Hüttel, Priester Bernd-Uwe Gross

Bad Windsheim. Zu einem Informations- und Begegnungsabend haben das Evangelische Bildungswerk und die Neuapostolische Kirche Bad Windsheim am 12. März eingeladen. Priester und Jugendleiter Hans-Joachim Kern begrüßte die Gäste in den Räumlichkeiten der neuapostolischen Kirche in Bad Windsheim und lud zu einem gemeinsamen Lied ein. Anschließend stellte Dekanin Karin Hüttel die Grundlagen der evangelisch-lutherischen Kirche vor, die auf den Grundsätzen von Martin Luther fußt, dass nur die Heilige Schrift Grundlage des Glaubens sein kann, dass sich eine Kirche an Jesus Christus zu orientieren hat, dass nur Gottes Gnade das Heil schenkt und die Menschen dieses im Glauben annehmen dürfen.

Bernd-Uwe Gross, Priester in der neuapostolischen Gemeinde in Ochsenfurt konnte all diese Grundsätze bestätigen und ergänzte sie um die Wirkung des Heiligen Geistes, der nach neuapostolischer Auffassung auch heute noch Menschen zum Dienst beruft und in prophetischer Weise durch die Amtsträger der neuapostolischen Kirche wirkt. Die Neuapostolische Kirche entstand im 19. Jahrhundert als Gegenbewegung zur Aufklärung, die die Vernunft als einzigen Maßstab gelten lassen und religiöse Glaubensinhalte zurückdrängen wollte. Im Rahmen einer europaweitern Erweckungsbewegung entstanden zahlreiche apostolische Gemeinschaften, die an die Urkirche anknüpfen wollten und auch das Apostelamt wieder einführten.

1863 bildete sich die Neuapostolische Kirche; sie wird aktuell von dem Stammapostel Jean-Luc Schneider geleitet, der seinen Sitz in Zürich hat und ca. 10 Millionen neuapostolische Christen in der Welt vertritt; ihm zugeordnet sind die Bezirksapostel in den jeweiligen Kirchenbezirken und die Apostel in den regionalen Gemeindeverbünden. Die Neuapostolische Kirche kennt im Gegensatz zur Evangelisch-lutherischen Kirche drei statt zwei Sakramente; zu Abendmahl und Taufe tritt noch die Versiegelung, eine Geistübertragung auf die Gläubigen, die nur ein Apostel vornehmen kann und die Taufe ergänzt. Eine Zulassung von Frauen zum Apostel-, Bischofs- oder Priesteramt ist derzeit in der Neuapostolischen Kirche nicht möglich. Sie ist im Gegensatz zur Evangelisch-Lutherischen Kirche eine reine Laienkirche, d.h. keiner der Funktionsträger hat ein theologisches Studium, was in der Evangelischen Kirche Voraussetzung ist, um Pfarrerin oder Pfarrer zu werden.

In der anschließenden Diskussion, die von Pfarrer Jürgen Hofmann moderiert wurde, wurde deutlich, dass es trotz mancher Unterschiede doch mehr Gemeinsames als Trennendes gibt; so wird in der Neuapostolischen Kirche die Luther-Bibel gelesen und auch das Apostolische Glaubensbekenntnis entspricht weitgehend dem in unserer Kirche und in der katholischen Kirche verwendeten Wortlaut. Nach vielen Jahrzehnten der „selbstgewählten Isolierung“ hat sich die Neuapostolische Kirche in den letzten Jahren gegenüber anderen Kirchen geöffnet und wird Anfang April als Gastmitglied in die „Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen“ (ACK) aufgenommen. Den Informationsabend schloss Gemeindevorsteher und Priester Bernhard Zeschko mit Gebet und Segen.

Die Evangelische und Neuapostolische Kirche in Bad Windsheim werden auch in Zukunft Schritte aufeinander zugehen wie etwa bei der „Nacht der Kirchen“ am 14. September 2019, wo evangelische, katholische und neuapostolische Christen sich begegnen können.

Pf. Jürgen Hofmann