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Aktuelles

Zweifacher Grund zum Feiern in Urphertshofen

Wiedereinweihung der Kirche und Übergabe des neuen Urnengrabfeldes


Gruppenbild mit Ehrengästen und Geistlichkeit beim Einweihungsgottesdienst, v. l. Bürgermeister Markus Heindel, Patron Graf Rainer von Seckendorff, Landrat Helmut Weiß mit Gattin sowie Dekanin Karin Hüttel und Pfarrer Leonhard Hewelt

Gotteshaus Sankt Jakobus und Sankt Nikolaus von außen

Altarraum der Kirche

Pfarrer Hewelt auf dem Urnengrabfeld

Urphertshofen. Bereits im Juli 2018 beging im Rahmen eines feierlichen Festgottesdienstes  die Kirchengemeinde die Wiedereinweihung der evangelischen Kirche Sankt Jakobus und Sankt Nikolaus. Im Anschluss feierte die Ortsbevölkerung im Wehrmauer umkränzten Platz direkt an der Kirche in gemütlichem Rahmen.

Vorangegangen sind viele Monate reichlicher Arbeit, denn noch während der ersten Renovierungsarbeiten fanden sich immer mehr notwendig gewordene zusätzliche Bau- und Umbaumaßnahmen. Maßnahmen freilich, die Kirchenvorstand und den vielen freien Helferinnen und Helfern sowie vielen Firmen reichlich Arbeit abverlangten und teilweise auch noch ein paar Monate weiter im Außenbereich tun werden. Heike Blank vom Kirchenvorstand dazu:

„Auch wenn es ein langer und holpriger Weg bis zum heutigen Tag war, wurden die Arbeiten letztendlich zu unserer Zufriedenheit ausgeführt.“ Nach etlichen Verzögerungen und Nacharbeiten konnte der Festgottesdienst schließlich würdig begangen werden, bei dem als Ehrengäste Bürgermeister Markus Heindel, Landrat Helmut Weiß, Patronatsherr Graf Rainer von Seckendorff sowie Dekanin Karin Hüttel geladen waren. Pfarrer Leonhard Hewelt konnte anerkennend bemerken, dass die Kirche den Dorfbewohnern viel wert ist. Der Vergleich zum im Markusevangelium nachzulesenden Gleichnis vom Senfkorn bot sich geradezu an – aus kleinem, unscheinbarem Anfang, kann viel bis hin zu unglaublicher Entfaltung gedeihen. Sichtbar am gelungen Abschluss gemeinschaftlicher getätigter Baumaßnahmen.

Mehr als eine viertelmillion Euro mussten in die Sanierung gesteckt werden. 178 500 Euro von der Landeskirche bereitgestellt, hinzu 74 788 Euro aus Mitteln der Kirchegemeinde. Die Marktgemeinde Obernzenn steuerte 5 000 Euro bei, der Bezirk Mittelfranken 2 500 Euro, der Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim 1250 Euro.

Let it shine – zeig, was du kannst! Auf dieses Lied aus dem gleichnamigen Film nahm Dekanin Hüttel bezug in ihrer Predigt zum Festanlass. „Lass dein Licht leuchten, geh aus dir heraus! Jeder hat seine Gaben, aber auch Talente im Hintergrund, deren er sich oft gar nicht bewusst ist.“ Sie rät, wie Jesus, dazu, den eigenen Scheffel nicht unters Licht zu stellen, sondern sein Licht auf einen Leuchter zu stellen, damit es leuchten kann. Zum Dank an allen irgendwie am Gelingen beteiligten Personnen hob sie besonders Mesnerin Frieda Karr und die Familie Blank hervor.

1528 hatte die Adelfamilie derer von Seckendorff in Obernzenn und Urphertshofen die protestantische Konfession eingeführt. Auf das Patronatsrecht, das Graf Rainer noch immer inne hat, wurde 1968 bayernweit weitgehendst verzichtet. Nur noch 14 Patronate gibt es heute. Meist aus formellen Gründen nicht zurücknehmbar, hat es heute aber keine besondere Bedeutung mehr. Landrat Weiß bekundete sein Kompliment zur glückhaften, gelungenen Sanierung des auch kulturhistorisch bedeutsamen Kirchleins, die ein schwieriges und zeitraubendes Unterfangen war und einen Kraftakt der Urphertshöfer Kirchengemeinde, dies zu stemmen, darstellte.

Die musikalisch sehr gelungene Ausgestaltung des Festgottesdienstes übernahm Bernd Uhlmann an der Orgel zusammen mit seinem Musik-Ensemble: Anna Möller (Sopran), William Wishart (Oboe), Hans Heinlein (Violine) und Julian Kalt (Cello).

Urnengrabfeld eingeweiht

Eine halbe Stunde vor dem Gottesdienst wurde im Bereich der oberen Begrenzungsmauern des Friedhofes ein Urnengräberfeld mit zehn Einheiten eingeweiht. „Mitten im Leben vom Tod umschattet, ist ein Friedhof zuvorderst ein Denk- und Hoffnungsort trauernder Mitmenschen“, sagte Pfarrer Hewelt. Man trug den Veränderungen im Bestattungswesen Rechnung und hatte auch für Urphertshofen Überlegungen zur Anlage eines Grabfeldes für Urnen entschieden.

Auch hier war reichlich Arbeitseinsatz vieler Helfer geleistet worden, stellte Bürgermeister Markus Heindel anerkennend fest. Besonderen Dank richtete der Kirchengemeinderat hier auch an die Firma Potsch aus Burgbernheim, die mit Maschinen und Geräten tatkräftig unterstützt hatte. Für Kirche wie auch Urnenfeld gilt: Das Zusammenwirken von Kirchengemeinde, Freiwilliger Feuerwehr, Obst- und Gartenbauverein, Dorfjugend und weiteren Beteiligten inklusive Geld- und Sachspendern stellt ein sichtbares Zeichen einer intakten Dorfgemeinschaft in Urphertshofen dar.

Rudolf Göller  (Text und Fotos)