Aktuelles

Wir sind nicht in der Hand des Coronavirus, sondern in der Hand Gottes.

Wort des Präsidiums der Landessynode zur aktuellen Situation

Da war Präsenzform noch möglich: Eröffnungsgottesdienst der Landessynode im Frühjahr 2021 in Geiselwind

Mag es auch keine absolute Sicherheit vor einer Erkrankung an dem Virus geben, so leben wir doch aus der Gewissheit heraus, dass Gott auch in dieser Zeit unser Heiland ist. Niemand, an dessen Leib und Seele das Virus rüttelt, ist allein. Niemand ist verloren.

„In der Welt habt ihr Angst“, sagt Christus, „aber seid getrost: Ich habe die Welt überwunden.“ (Johannes 16, 33)

 

Hier der Wortlaut der ganzen Erklärung:

Das Präsidium der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel und die Vizepräsidenten Walter Schnell und Hans Stiegler zur aktuellen Situation im November 2021:

„Schweren Herzens haben wir nach Rücksprache mit den Mitgliedern der Landessynode eine bittere Entscheidung getroffen. Die Herbsttagung der Landessynode findet im digitalen Raum statt. Nur ein kleiner Kreis tagt in Geiselwind. Wir haben es trotz einer nahezu 100-prozentigen Impfquote und hoher Sicherheitsvorkehrungen nicht gewagt, uns in Präsenz zu treffen.

Die Corona-Pandemie legt sich in den dunkelsten Tagen des Jahres von neuem mit großem Gewicht auf die Seele unserer Kirche und auf die Seele unserer Gesellschaft. Stündlich erreichen uns neue Hiobsbotschaften. Auch sie sind eine Art Virus. Sie schlüpfen in unser Bewusstsein und verbreiten sich dort in Windeseile. Sie untergraben das Vertrauen in medizinische Möglichkeiten und fressen unsere Zuversicht und unser Gottvertrauen an. Sie stellen uns vor die Frage, was uns trägt, wenn unsere eigenen Absicherungen an ihre Grenzen kommen.

Als Präsidium der Landessynode ist uns vor allem ein Signal wichtig: Mag es auch keine absolute Sicherheit vor einer Erkrankung an dem Virus geben, so leben wir doch aus der Gewissheit heraus, dass Gott auch in dieser Zeit unser Heiland ist. Niemand, an dessen Leib und Seele das Virus rüttelt, ist allein. Niemand ist verloren. „In der Welt habt ihr Angst“, sagt Christus, „aber seid getrost: Ich habe die Welt überwunden.“ (Johannes 16, 33) Daran glauben wir – all unserer eigenen Angst, unserer eigenen Verletzlichkeit und unserer eigenen Verunsicherung zum Trotz. Und wenn es etwas gibt, was wir als Kirche Jesu Christi den Menschen unserer Zeit zu sagen haben, dann das. Wir sind nicht in der Hand des Coronavirus, sondern in der Hand Gottes.

Seien Sie versichert, dass das Präsidium und die Mitglieder der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern in Gedanken und Gebeten bei allen sind, die unter dem Virus leiden und sich Sorgen machen, wie es weiter geht. Wir können nicht viel mehr tun, als für Sie zu beten. Und das werden wir auch tun. Beten Sie bitte auch für uns und für die Entscheidungen der Landessynode.“

 

München, 16. November 2021

Johannes Minkus, Pressesprecher