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Zukunft Heimat

Hier finden Sie den Link zur Homepage des ZIV (Zusammenschluss der Illesheimer Vereine, erweitert um die Angebote des Ortsteiles Schwebheim), auf der Sie sich umfassend über aktuelle Termine und die Vereinsvielfalt der Ortsteile Sontheim, Schwebheim, Ursfersheim, Westheim und Illesheim informieren können.

                                                 ZIV - ILLESHEIM

 

 

Neuigkeiten und Angebote rund um das Mehrgenerationenkonzept:

Nachbarschaftshilfe Illesheim vor dem Start - „Es ist getragen von den Ehrenamtlichen.“ - HWZ 6.4.2018

Pfarrer Alexander Caesar (rechts) und Rathauschef Heinrich Förster bei der Vertragsunterzeichnung. Foto: Privat

VON CHRISTINE BERGER

ILLESHEIM – Es ist eine Herzensangelegenheit. Voraussichtlich zum 1. Juli kann die Nachbarschaftshilfe unter Trägerschaft des Pfarramtes Illesheim starten. Der Termin ist durch das bayerische Förderprogramm Se-LA vorgegeben, noch bevor die drei Koordinatoren und die Ehrenamtlichen ihre Arbeit aufnehmen können, ist das Interesse an dem Projekt „Zusammen sind wir Heimat“ über die fünf Teilnehmerorte Illesheim, Sontheim, Urfersheim, Westheim und Schwebheim hinaus groß.

Einerseits bedauert Pfarrer Alexander Caesar die dreimonatige Pause, bis die ersten Anschaffungen gemacht, der erste Fahrdienst, die ersten Hilfsdienste im Garten angeboten werden dürfen. Andererseits gibt es Gelegenheit durchzuschnaufen. Zwischen ersten Überlegungen Ende 2015 und 2016, als das Vorhaben rasant an Tempo gewann, lag bereits ein Zeitraum des Überlegens, Besprechens und Diskutierens. „Ich glaube, das war die wichtigste Phase“, sagt Caesar. Immer mehr Ideen entwickelten sich, derweil rückten die zunächst durchaus laut gewordenen Zweifel, ob es in Illesheim tatsächlich eine Nachbarschaftshilfe braucht, in den Hintergrund.

 

Zwei Erfolgsgeheimnisse

Für die Bedarfserhebung der Gemeinde Illesheim und der Kirchengemeinde, die wie berichtet vor gut einem Jahr eine Zäsur darstellte, wurde ein für Caesar wesentlicher Kernsatz beachtet: „Wir fragen diejenigen, um die es geht.“ Abzuklären, in welchen Bereichen es hapert, und auf der anderen Seite die Möglichkeit einzuräumen, sich selbst einbringen zu können, sind für den Theologen zwei Erfolgsgeheimnisse der Nachbarschaftshilfe. Nicht nur bei der ersten Regionalkonferenz der Dekanate Bad Windsheim, Uffenheim, Neustadt und Markt Einersheim Anfang März wurde er angefragt, das Konzept vorzustellen. Darüber hinaus gehen noch vor dem offiziellen Starttermin Anfragen von außerhalb ein.

Nicht aus dem Einzugsgebiet der fünf Gemeinden wird einer der drei Koordinatoren kommen. Namen will Caesar noch nicht verraten, nur so viel: Mittels eines Einsatzhandys wird einer von ihnen für Anfragen und Angebote erreichbar sein und sie zusammenbringen. Zunächst aber wird es darum gehen, diese in eine Datenbank einzupflegen. Zu den Aufgaben gehört unter anderem die Entwicklung einer Organisationsstruktur, außerdem eine Dokumentation der geleisteten Einsätze, das Gewinnen ehrenamtlicher Mitarbeitenden und deren Begleitung. Generell lebt die Nachbarschaftshilfe vom Ehrenamt, für Fahrdienste jedoch werden Fahrtkosten in Höhe von 25 Cent je Kilometer abgerechnet. Neben dem Bereich Fahr- und Begleitdienste etwa zu Arztbesuchen und Veranstaltungen sind Unterstützungsleistungen vorgesehen, darunter fallen Hilfen im Haushalt, Garten oder beim Winterdienst. Angedacht ist die Organisation von regelmäßigen Terminen, um das Miteinander zu pflegen, wie außerdem Bildungsangebote.

 

Ortsteile rücken zusammen

In der Vorbereitungsphase wurde deutlich, wie viele Angebote schon etabliert sind. Die Ortsteile rückten näher zusammen, so kam es Alexander Caesar vor. Zudem wuchs die Online-Plattform des Zusammenschlusses Illesheimer Vereine (Ziv) zusehends um neue Termine. Beispielhaft verweist Caesar auf eine Kreativgruppe und Schafkopf-Abende für Anfänger und Fortgeschrittene. In der kommenden Woche wird ein Tanzen in den Frühling angeboten, es ist ein Bowlingabend angesetzt und in Schwebheim sind Treffen der Kindergottesdienst-Kids vorgesehen. Wichtig ist dem Pfarrer das gemeinsame Wirken.

Die Kirchen- und die politische Gemeinde, Letztere mit Bürgermeister Heinrich Förster an der Spitze, wirken als Motoren, begleitet von den Kirchenvorständen und dem Gemeinderat. Hinzu kommen die fünf Arbeitsgruppen mit ihren Ansprechpartnern Claudia Heinz (Kinder- und Jugendarbeit), Karin Wagner (Kreativ), Dieter Grau (Sport und Freizeit), Manuel Sulzer (Ausflug) sowie Matthias Walter (Gastronomie), die Ziv-Seite wird gepflegt von Dirk Schuster und Andreas Horneber. „Es ist getragen von den Ehrenamtlichen“, betont Caesar die weitläufigen Strukturen, die sich in den zurückliegenden Monaten für „Zusammen sind wir Heimat“ entwickelt haben.

Diesen Schwung greifen er und seine Frau Melanie Caesar mit den Kirchenvorständen für eine Befragung der Pfarrei auf. Sie liegt dem aktuellen Gemeindebrief bei und thematisiert unter anderem Gottesdienstzeiten, die persönlichen Schwerpunkte in Gottesdiensten und die Verbundenheit mit der Kirchengemeinde. Angelehnt an die kommunale Erhebung haben die Teilnehmer außerdem die Gelegenheit anzugeben, wie sie sich eventuell selbst einbringen wollen. Die Menschen möchten sich gerne praktisch engagieren, ist eine der Erkenntnisse, die Pfarrer Caesar in den vergangenen Monaten gewonnen hat. Wer spürt, dass die eigene Meinung ernst genommen wird und Veränderungen möglich sind, ist bereit, Verantwortung zu übernehmen, ist er überzeugt: „Wir kümmern uns umeinander.“

Kommune und Kirche als starke Partner im Sozial(en) - Raum

Ev. Sonntagsblatt, Rothenburg o.d.T., 4.2.2018, 134. Jahrgang, Nr. 5

Rund um die Nachbarschaftshilfe - Von Stolpersteinen und viel Herzblut

Große Resonanz auf Informationsabend zur geplanten Nachbarschaftshilfe in Illesheim

WESTHEIM – Vieles ist bereits entstanden und eine wesentliche Grundlage ist so gut wie perfekt. Bei einem Informationsabend zur geplanten Etablierung einer Nachbarschaftshilfe in Illesheim machte Referentin Karin Larsen-Lion Organisatoren wie Interessierten Mut: Mit der Zusage der vier Kirchenvorstands-Gremien, einen Trägerverband gründen zu wollen, sei eine Reihe möglicher Stolpersteine bereits aus dem Weg geräumt.

Vorrangig zielte die Rechtsanwältin auf Versicherungsfragen ab, die mit einem öffentlich-rechtlichen Träger wie der Kirche einfacher zu händeln sind, als durch die ebenfalls denkbare Gründung eines Vereins. Dass die Kirchenvorsteher aus Illesheim, Westheim, Urfersheim und Schwebheim ihre Bereitschaft zur Unterstützung signalisiert haben, bekräftigte Pfarrer Alexander Caesar bei der Veranstaltung. Wie sie es in ihrer Einleitung angekündigt hatte, bestärkte Karin Larsen-Lion einerseits die Interessierten. „Sie sind Nachbarn“, kürzte sie beispielsweise die Nachfrage nach der erforderlichen Qualifizierung für eine Kinderbetreuung ab. „Die Nachbarschaftshilfe ist ein Nothilfeprogramm“, geht es für sie um niedrigschwellige und kurzfristige Unterstützung, Hilfe und Entlastung.

Stetes Treffen ist sehr wichtig

Andererseits gab sie einen Einblick in ihre Erfahrungen aus Pyrbaum, dort leitet sie die ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe und erlebte nicht nur schöne Momente. „Alles was menschlich ist, wird Ihnen begegnen“, sagte sie. Die Zahl der tatsächlichen Schadensfälle gab Karin Larsen-Lion mit drei an, allerdings wurden sie und das Team unter anderem mit dem Vorwurf des Diebstahls konfrontiert, der sich im Nachhinein als haltlos erwies. Auch empfahl sie, ein Augenmerk darauf zu haben, dass die Hilfe nicht ausgenutzt wird. Unerlässlich sind aus ihrer Sicht regelmäßige Teamtreffen, um im Austausch zu bleiben. Für diese müsse ein weiteres Muss, das Gebot der Verschwiegenheit, aufgehoben werden.

Wie die Koordination von Angebot und Nachfrage optimal geregelt werden kann, machte Karin Larsen-Lion von den örtlichen Gegebenheiten abhängig. Sie hat die Gründung zahlreicher Nachbarschaftshilfen begleitet, die sich unterschiedlich organisieren. Ideal sei, die Arbeit auf mehreren Schultern zu verteilen und Grenzen zu ziehen. Der Koordinator müsse nicht rund um die Uhr erreichbar sein, verdeutlichte sie.

In Pyrbaum ist die Nachbarschaftshilfe ehrenamtlich organisiert, für Fahrdienste allerdings werden 30 Cent pro Kilometer abgerechnet. Was die ebenfalls eingerichtete Taschengeldbörse angeht, gestand die Rechtsanwältin, diese kritisch zu sehen. Kinder ab 13 Jahren können sich durch kleinere Dienstleistungen etwas Geld verdienen, üblich seien fünf Euro je Stunde. Aus der Erfahrung heraus, dass es häufiger Probleme gibt, wurde den Jugendlichen und den Nutzern jeweils ein Ansprechpartner zur Seite gestellt, der bei Schwierigkeiten einschreiten kann.

Touren für Mountain-Biker

Dass einer der wichtigsten Faktoren der Nachbarschaftshilfe, den Karin Larsen-Lion mit dem Stichwort Herzblut benannte, bei den Initiatoren in Illesheim zur Genüge vorhanden ist, davon zeigte sie sich überzeugt. Bürgermeister Heinrich Förster und Pfarrer Alexander Caesar informierten zur Einführung vor zahlreichen Zuhörern, darunter etlichen Interessierten aus Nachbargemeinden, über die bisherigen Zwischenschritte. Im Anschluss präsentierten die Vertreter verschiedener Arbeitskreise, die sich wie berichtet bereits gegründet haben, ihre Angebote. Dazu zählen unter anderem ein Kinder- und Jugendchor in Schwebheim, eine Kreativgruppe in Urfersheim und eine Mountainbike-Gruppe, die sich demnächst wieder regelmäßig sonntags zu gemeinsamen Touren trifft.

Um nach der Schließung von Gastwirtschaften dem Problem fehlender Treffpunkte entgegenzuwirken, hat sich darüber hinaus eine Gaststätten-Gruppe gegründet, informierte Pfarrer Caesar. „Sobald sich jemand kümmert, ist da richtig was los“, stellte er stolz zu den mit Feuer und Flamme vorgestellten Angeboten fest.

Begleitet wurde die Informationsveranstaltung vom Regionalmanagement des Landkreises, der durch die stellvertretende Landrätin Gisela Keller und Regionalmanagerin Andrea Linz in Westheim vertreten war. Außerdem brachte sich Dorothea Hübner vom Freiwilligenzentrum Mach Mit des Caritasverbandes ein. CHRISTINEBERGER

Taugen Nachbarn als Babysitter? Mit diesem und anderen Themen beschäftigten sich die Teilnehmer beim Informationsabend. Foto: 123rf


Bürgerversammlung Schwebheim

2. Oktober 2017 - Auf dem Weg zu einer Lösung, in der alle Altersgruppen einen guten Weg gestalten können, arbeiten wir im Netzwerk mit mehreren Partnern

30. September 2017 - Bürgerversammlung mit Auftrag

30.9.2017 - Bürgerversammlung zum Dorfprojekt mit Präsentation der Ergebnisse aus der Bedarfserhebung

Hier finden Sie die aktuellen Angebote aus den Arbeitsgruppen und den Link zur Homepage des ZIV (Zusammenschluss der Illesheimer Vereine, erweitert um die Angebote des Ortsteiles Schwebheim), auf der Sie sich umfassend über aktuelle Termine und die Vereinsvielfalt der Ortsteile Sontheim, Schwebheim, Ursfersheim, Westheim und Illesheim informieren können.

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