Babysegnung und Taufe

Hier informieren wir Sie über unser Tauf- und Segensprojekt

 

Sie interessieren sich für die Babysegnung?

 

Taufe... ein seit über 2000 Jahren bewährtes Angebot.

Interview mit Sabine Neumann

Liebe Sabine,

Du bist Hebamme und spielst in Deiner Freizeit im Posaunenchor Bad Windsheim das Euphonium, eine Tuba in Klein. Warum passt dieses Instrument so gut zu Dir und Deinem Beruf?

Das Euphonium hat einen Klang, der wie aus dem Bauch herauskommt. Zudem bietet es eine faszinierende Klangvielfalt und vermag einen mit seinen sanften, erdigen Tönen geradezu einzuhüllen. Genau das ist auch mein Ziel als Hebamme: wie die Töne die Kinder aus der Schwerelosigkeit im Mutterbauch heraus auf die Erde zu locken. Dabei ist es mir wichtig, dass die Eltern und insbesondere die werdende Mutter, sich öffnen für das, was da kommen uns sein will. Ich ermutige daher zum Hinhören und in sich Hineinhören, aber auch zur Berührung, beispielsweise zu einer Kreuzbandmassage.  Und wenn das Kind dann kurz vor dem Herauskommen ist, dann lade ich ein, zum Handauflegen auf das Köpfchen des Kindes. Die werdende Mutter darf das Kind in die Welt hineinleiten. Und dann kommt dieser Moment, den ich „Ring of Fire“ nenne. Dieser schmerzvolle Moment, durch den Mutter und Kind hindurchmüssen. Das ist dort, wo die breiteste Stelle des Köpfchens durch die engsten Stelle des Muttermundes hindurch muss. Erst wenn das Überwunden ist, kommt der „Bliss“. Übersetzt werden kann das mit Glückseligkeit oder vollkommene Freude.

Wird diese Glückseligkeit dann nach der Geburt, wenn gleichsam alles in trockenen Tüchern ist, auch zeichenhaft zum Ausdruck gebracht? Ladet Ihr vielleicht sogar die Eltern ein, ihr Kind zu segnen?

Im Geburtshaus „Regenbogen“, wo ich arbeite, kommen alle, die bei der Geburt dabei waren zusammen. Wir als Hebammen entzünden dann eine Kerzen, auf der ein Regenbogen zu sehen ist und beglückwünschen die Eltern in dem wir alles Gute wünschen. Wichtig ist, dass wir auch hier offen bleiben für das, was von den Eltern kommt. Sie haben oft ein Gespür für diesen besonderen spirituellen Moment des Staunens und der Dankbarkeit und finden Ausdrucksformen, die sich an unseren christlichen Riten orientieren. Mir persönlich käme es komisch vor, in so einem Moment etwas anbieten zu wollen. Denn es ist eigentlich alles da. Der Segen ist da – ganz ohne Worte – und umhüllt alle. So wie die Töne des Euphoniums einen umhüllen. Ein in Worte gefasster Segensspruch würde das alle gar nicht fassen können.

In Bad Windsheim haben wir im letzten Jahr die erste Babysegnung unter dem Motto „wunderbar geschaffen“ angeboten und großen Zuspruch bekommen. Könntest Du Dir vorstellen, da als Hebamme dabei zu sein?

Zum Segnen ist doch eigentlich jeder und jede eingeladen. Für Eltern gibt es für die ersten Wochen und Monate mit ihrem Kind mittlerweile sogenannte „Meilensteinkarten“, die dazu einladen, Höhepunkte des ersten Lebensjahres bewusst wahrzunehmen oder zu gestalten. Ich glaube, diese Karten könnte man gut um eine „Segenskarte“ erweitern, auf der dann ein Segensvorschlag in Worten steht und vielleicht auch eine kleine Anleitung dazu, wie so ein innerfamiliärer Segnen gestaltet werden könnte.

Zu einem offiziellen Segensangebot für Babys von der Kirche oder in einer Kirche würde ich sehr gerne dazukommen. Ich könnten mir vorstellen, dann noch mal an die Geburt zu erinnern und eine Verbindung zu diesem besonderen „Bliss“-Moment zu schaffen.

Und als Pfarrerin bring ich dann Gott mit ins Spiel – als Schöpferin, die diese Welt und jede und jeden von uns wunderbar geschaffen hat.

Danke, Dir, Sabine, für das Teilen Deiner Erfahrungen und alle Anregungen.

 

Zur Info: Die nächste Babysegnung in Bad Windsheim soll voraussichtlich im Juli 2026 stattfinden. Ort und Zeit werden noch bekanntgegeben!

 

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"Willkommen sein - willkommen geheißen werden"

Ein extra Glockenläuten zur Geburt eines Kindes im Dorf, ein Angebot für werdende Eltern, ein Austauschabend für alle, die Paten und Patinnen werden wollen, ein Kita-Sommerfest mit Taufe, eine Erwachsenentaufe als „Goldmoment“ im Leben, ein Taufschatzkästchen, das durch die Gemeinde wandert – das sind nur einige Ideen vom „Büffet“ des neuen Tauf- und Segensprojekts des Dekanats Bad Windsheim. Jede Kirchengemeinde ist eingeladen, lustvoll davon zu probieren - allen voran die neuen Kirchenvorsteher*innen, die es bei ihrer traditionellen Tagung im Wildbad Rothenburg im Januar erstmals präsentiert bekommen.

Das auf zwei Jahre hin angelegte und von Dekan Jörg Dittmar initiierte Projekt möchte ausprobieren, wie es gemeinsam gelingen kann, verstärkt auf alle zugehen, die sich gerne willkommen heißen lassen – sei es am Anfang des Lebens, wenn sich alles um die Geburt eines Kindes dreht, oder später dann um die Taufe. „Unser Ziel ist es, als Kirche unsere Schätze zu zeigen und anzubieten – und dazu gehören ganz besonders der Segen und die Taufe“, so Pfarrerin Heidi Wolfsgruber, die mit dem Projekt beauftragt ist. „Denn damit sprechen wir den Menschen zu: Du bist willkommen!“

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Babysegnung

Pressemitteilung vom 16.06.2025

 

Babysegnung im Bad Windsheim

Zum zweiten Mal findet am 12. Juli 2026 das Angebot einer Babysegnung in Bad Windsheim statt. Von 15:00 Uhr bis 17 Uhr können Eltern mit ihren Neugeborenen oder auch älteren Kindern einfach zur St. Kilians-Kirche kommen und diese dort ganz persönlich segnen lassen. Selbstverständlich dürfen auch Verwandte und Freunde zur Segnungsfeier mitgebracht werden!

Auf dem Kirchplatz wird es Kaffee und Kuchen zum Ankommen geben und zudem verschiedene kreative Angebote. Um 16 Uhr sind alle, die möchten, zu einer kleinen gemeinsamen gottesdienstliche Feier eingeladen, die von Pfarrer Helmut Spaeth und Pfarrerin Heidi Wolfsgruber gestaltet, sowie musikalisch von Dekanatskantorin Anne Barkowski umrahmt wird.

Es ist keine Anmeldung nötig, wer jedoch nicht nur einfach spontan kommen will oder auch noch Fragen zur Babysegnung hat, darf sich gerne bei Pfarrerin Heidi Wolfsgruber (heidi.wolfsgruber@elkb.de; Tel 09339 98 999 97) melden, die im Dekanat Bad Windsheim mit dem Segnungsprojekt beauftragt ist.

 

Kontakt:
Heidi Wolfsgruber
heidi.wolfsgruber@elkb.de
Tel. 09339 98 999 97

 

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