Ziele der Partnerschaft

1. Partnerschaft lebt von Austausch und Begegnungen

Seit Beginn der Partnerschaft findet mit der Diözesanleitung, v.a. mit dem Bischof Lunungu Tshambo Pierre, ein regelmäßiger und intensiver Austausch per Email statt.
 

Doch persönliche Begegnungen machen eine Partnerschaft noch reicher und lebendiger. So haben schon 2012 vier kongolesische Frauen, die auf Einladung des Heilsbronner Konvents in Bayern waren, mit ihrem Zwischenstopp im Dekanat Bad Windsheim deutlich gemacht, wie beflügelnd eine persönlicher Kontakt für die Partnerschaft sein kann.

 

Deshalb machte sich im Jahr 2013 ein Dekanats-Reiseteam von drei Frauen auf den Weg in die Diözese Kongo West. In Begleitung der Diözesanleitung wurde innerhalb einer dreiwöchigen Rundreise Kontakt zu verschiedenen Gemeinden rund um die Hauptstadt Kinshasa und der im Westen gelegenen Region Bas Congo aufgenommen.

 

 

 

 

 

Zuvor hatten viele begabte Gemeindeglieder aus den Kirchengemeinden des Dekanats Bad Windsheim eine große Anzahl von Paramenten hergestellt. Bei den Besuchen der verschiedenen Gemeinden im Kongo waren sie willkommene Begrüßungsgeschenke.

 

 

 

 

 

 

 


2014 schließlich hielt sich Bischof Lunungu Tshambu im Rahmen der Summerschool von Mission EineWelt in Neuendettelsau auf und nutzte die Gelegenheit zu einem Gegenbesuch im Dekanat.

 

 

 

 

2016 wurden schließlich die Kontakte auf die unzugänglichere und infrastrukturell vernachlässigte Region Bandundu im Westen der Diözese ausgedehnt, wo sich das Reiseteam des Dekanats mit den Pfarrern der Region, den Frauen („Femmes pour Christ“) und den Lehrern der unterstützten Schule ‚Lalabi’ austauschten über die unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen hier wie dort.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Projektarbeit

Partnerschaft lebt auch von gegenseitiger Unterstützung.

Mangels staatlicher Verantwortung übernimmt die ev.-luth. Kirche im Kongo viele Aufgaben im Bereich der Infrastruktu und Bildung. Da aus unserer Sicht gerade der Bildungsbereich von großer entwicklungspolitischer Bedeutung ist, hat die Dekanatssynode beschlossen, die Bemühungen der Diözesanleitung beim Bau neuer Schulhäuser durch die Übernahme der Kosten für Baumaterial und für spezielle Handwerkerleistungen zu unterstützen. Die Durchführung der Bauarbeiten erfolgt in Eigenleistung der jeweiligen kongolesischen Gemeinde. So konnten inzwischen mit Spendengeldern aus dem Dekanat in Höhe von ca. 73.000 Euro (Stand Jan. 2020) drei Schulhäuser fertig gestellt werden: in Boma/Bas Congo, in Mudunu/Bandundu und in Kisenso/Kinshasa.

Dass diese Gelder ordnungsgemäß verwendet werden, wird regelmäßig vom Fachreferat Afrika von Mission EineWelt sicher gestellt.

 

 

 

 

 

 

 

3. Aktionen zu entwicklungspolitischen Themen

Eine verantwortungsbewusst gelebte Partnerschaft setzt sich immer auch für die Belange und Bedürfnisse der Partner ein („advocacy“). Aus diesem Grundgedanken heraus organisiert das Partnerschaftsteam Aktionen, um für die politische, gesellschaftliche und ökonomische Situation der Partner im Kongo zu sensibilisieren und deren Zusammenhang mit unseren deutschen Lebensverhältnissen zu beleuchten. So macht z.B. der 2018 gezeigte Film ‚Kongotribunal’ aufmerksam auf die menschenverachtende Ausbeutung der Rohstoffressourcen des Landes; die Teilnahme an der ‚Handyaktion Bayern’ setzt ein kleines Zeichen zur Wertschätzung dieser Ressourcen, indem die in einem Althandy verbauten Wertstoffe einem Recycling zugeführt werden.

 

Hier eine kurze Zusammenfassung unserer Ziele (Stand 2020). Bitte klicken!

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